Ziel zuerst: Was soll das Gewinnspiel bringen?
Bevor Sie Gewinn und Mechanik planen, legen Sie das Ziel fest. Newsletter-Abonnenten, Telefon-Leads für den Vertrieb und reine Markenbekanntheit verlangen unterschiedliche Formate und Erfolgsmaße.
Ein Gewinnspiel für Newsletter-Wachstum braucht eine Double-Opt-in-Strecke direkt im Anschluss. Ein Gewinnspiel für Telefon-Leads braucht ein Formularfeld für die Rufnummer und eine klare EinwilligungEine Einwilligung ist die freiwillige, informierte und unmissverständliche Erklärung einer Person, dass sie mit einer bestimmten Verarbeitung ihrer Daten oder mit einer bestimmten Werbung einverstanden ist. in den Anruf.
Der richtige Gewinn: Zielgruppe statt Massenanreiz
Wählen Sie den Gewinn so, dass er zu Ihrer Marke und Ihrem Angebot passt. Ein hochpreisiger, aber branchenfremder Gewinn zieht Schnäppchenjäger an, die nach der Verlosung sofort wieder abspringen.
Ein Gewinn aus dem eigenen Sortiment oder ein Erlebnis rund um Ihre Produkte filtert dagegen Teilnehmer vor, die bereits Interesse an Ihrer Marke mitbringen. Das zahlt sich in der Öffnungsrate späterer Newsletter aus.
Teilnahmebedingungen: Pflichtangaben für Transparenz
Jedes Gewinnspiel braucht Teilnahmebedingungen, die vor der Anmeldung einsehbar sind. Dazu gehören mindestens:
- Veranstalter mit vollständiger Anschrift
- Teilnahmeschluss mit Datum und Uhrzeit
- Art der Gewinnermittlung, zum Beispiel Zufallsauswahl
- Zeitpunkt und Form der Gewinnbenachrichtigung
- Ausschlusskriterien, etwa Mitarbeiter des Unternehmens
Unklare oder versteckte Bedingungen führen zu Beschwerden und schaden dem Vertrauen in die neu gewonnenen Kontakte.
Abgrenzung zum Glücksspiel
Damit ein Gewinnspiel rechtlich kein Glücksspiel ist, darf die Teilnahme keinen Einsatz voraussetzen. Ein Kaufzwang oder eine kostenpflichtige Teilnahme verschiebt die Mechanik in einen anderen rechtlichen Rahmen mit eigenen Genehmigungspflichten.
Prüfen Sie bei jeder Mechanik, ob ein versteckter Einsatz entsteht, etwa durch eine kostenpflichtige Mehrwertdienst-Nummer oder eine Kaufvoraussetzung. Im Zweifel hilft eine rechtliche Einzelfallprüfung vor dem Start.
Einwilligung getrennt von der Teilnahme abfragen
Fragen Sie die Einwilligung in Werbung getrennt von der Teilnahmeerklärung ab. Ein einzelnes Kästchen, das beides gleichzeitig abdeckt, lässt sich im Streitfall schwer als freiwillige Einwilligung begründen.
Ob die Teilnahme am Gewinnspiel überhaupt an eine Werbeeinwilligung gekoppelt werden darf, wird in Rechtsprechung und Literatur unterschiedlich bewertet. Vermeiden Sie die Kopplung nach Möglichkeit oder gestalten Sie sie so transparent, dass die Teilnehmer die Werbeeinwilligung erkennbar freiwillig und gesondert erteilen.
Reichweite: Eigene Kanäle, Partner, bezahlte Werbung
Die Reichweite entscheidet über die Menge der Leads, die Qualität bestimmen Zielgruppe und Gewinn. Eigene Kanäle wie Website, Social-Media-Profile und bestehender Newsletter liefern die wärmsten Kontakte.
Partner-Reichweite und bezahlte Werbung vergrößern die Teilnehmerzahl, verwässern aber oft die Zielgruppenschärfe. Bei Co-Sponsoring-Gewinnspielen teilen sich mehrere Marken einen Gewinn und die Teilnehmerliste, was die Reichweite erhöht, aber auch die Kontrolle über die Datenqualität verringert.
Wägen Sie ab, ob ein exklusives Gewinnspiel mit kleinerer, aber klar markenbezogener Zielgruppe für Ihr Ziel passender ist als ein Co-Sponsoring-Format mit höherer Reichweite.
Nach dem Gewinnspiel: Die Willkommensstrecke
Der Wert eines Gewinnspiel-Leads entscheidet sich nach der Verlosung. Ohne Anschlusskommunikation verlieren die meisten neuen Kontakte schnell das Interesse.
Planen Sie eine Willkommensstrecke mit zwei bis vier E-Mails, die Ihre Marke, Ihr Angebot und den Nutzen des Newsletters zeigt. Teilnehmer, die auf diese Strecke reagieren, sind die eigentlich wertvollen Leads aus der Aktion.
Prüfliste
- Ziel des Gewinnspiels festgelegt: Newsletter, Telefon-Leads oder Markenbekanntheit
- Gewinn passt zur Zielgruppe und zum eigenen Angebot
- Teilnahmebedingungen mit Veranstalter, Frist, Gewinnermittlung und Benachrichtigung veröffentlicht
- Kein Einsatz für die Teilnahme, Abgrenzung zum Glücksspiel geprüft
- Werbeeinwilligung getrennt von der Teilnahmeerklärung abgefragt
- Kopplung von Teilnahme und Einwilligung vermieden oder transparent begründet
- Reichweitenkanäle festgelegt und Exklusivität gegenüber Co-SponsoringBeim Co-Sponsoring teilen sich mehrere Unternehmen ein Gewinnspiel oder eine Aktion. Teilnehmer willigen mit einer Erklärung in Werbung aller beteiligten Sponsoren ein. abgewogen
- Willkommensstrecke für neue Kontakte vorbereitet
Häufige Fragen
Darf die Teilnahme am Gewinnspiel von einer Werbeeinwilligung abhängig gemacht werden?
Das ist rechtlich umstritten. Sicherer ist es, Teilnahme und Werbeeinwilligung getrennt abzufragen oder die Kopplung sehr transparent zu gestalten und im Einzelfall rechtlich prüfen zu lassen.
Ab wann wird aus einem Gewinnspiel ein genehmigungspflichtiges Glücksspiel?
Sobald die Teilnehmer einen Einsatz für die Gewinnchance leisten müssen, etwa durch Kaufzwang oder kostenpflichtige Teilnahme. Ohne Einsatz bleibt es ein klassisches Gewinnspiel.
Welcher Gewinn eignet sich am besten für ein B2B-Gewinnspiel?
Ein Gewinn mit erkennbarem Bezug zum eigenen Produkt oder zur Branche filtert Teilnehmer mit echtem Geschäftsinteresse heraus. Generische Gewinne wie Elektronik oder Reisen ziehen dagegen oft fachfremde Teilnehmer an.
Wie lang sollte eine Willkommensstrecke nach einem Gewinnspiel sein?
Zwei bis vier E-Mails reichen meist aus, um Marke, Angebot und Newsletter-Nutzen vorzustellen. Wichtiger als die Länge ist, dass die Inhalte zum Gewinnspiel-Anlass passen.
Lohnt sich Co-Sponsoring bei Gewinnspielen für die Leadgenerierung?
Co-Sponsoring erhöht die Reichweite, verringert aber oft die Zielgruppenschärfe und die Kontrolle über die Datenqualität. Die Entscheidung hängt davon ab, ob Reichweite oder Lead-Qualität im Vordergrund steht.